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        Heimatfreunde Grötzingen e.V.
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  50 jähriges Jubiläum
50 Jahre Heimatfreunde, Grötzingens kleines Kulturamt
“Wenn man als Gründungsmitglied noch Grußworte überbringen kann, dann ist man entweder so alt wie Methusalem, oder der Verein ist noch überschaubar jung!” Heinz Hollerbach ist keine 900 Jahre alt und der Verein der Heimatfreunde erst frische 50. Und an der Festivität konnten mehrere Mitglieder aus dem ersten Jahr teilnehmen: Anne Ewald, Elisabeth Habel, Volker Hooß, Oskar Kumm und Klaus Schübel. Insgesamt sind es sogar noch 15 Mitglieder aus dem Gründungsjahr. Doch die Verdienste der Heimatfreunde für Kultur, Kunst, Geschichte und Gesellschaft in Grötzingen sind nicht in Zahlen messbar. Der Verein war schon vor den offiziellen Anfängen seit 1949 eine tragende und verlässliche Institution des gesellschaftlichen Lebens in Grötzingen, woran Ortsvorsteherin Karen Eßrich erinnerte. Unter seinem Dach sei ein “kleines
Kulturamt” vereint, auf ehrenamtlicher Basis, jedoch mit hohem                             
Sachverstand und Expertenwissen.
“Auf den Gebieten der Archäologie, der Denkmalpflege, der Archivierung und Ausstellungstätigkeiten, der Landschaftspflege, des Tourismus, der Geschichte mit Führungen, Ausflügen und Vorträgen hat sich der  Verein nicht mehr wegzudenkende und bleibende Dienste und Anerkennung erworben”, so die Ortsvorsteherin. Sie übergab eine vom Rathausspeicher gerettete Stickerei Susanna Graffs und ein Bild (”in passendem Rot-Gelb”) der Malerin Brigitte Nowatzke-Kraft. Das Goldene Jubiläumsfest gab am vergangenen Wochenende beredtes Zeugnis davon. Eine Feier vom Feinsten mit nahezu 400 Gästen begeisterte Grötzingen und alles klappte wie am Schnürchen. “Ohne die, welche immer mitarbeiten und heute ganz besonders, wäre dies alles nicht möglich!” Der Vorsitzende Dr. Klaus Feige bezog sich nicht nur auf die glänzend organisierte und attraktive Feier, er legte ebenso Wert auf die Erwähnung der Verdienste seiner nimmermüden und höchst kompeten- den Mitstreiter im Verein, jederzeit und besonders am Jubiläumsfest. Nicht ohne Grund sind die Heimatfreunde der mitgliedsstärkste Verein im Ort: “Über 570 Grötzinger Heimatfreunde zählen wir hier, in der Bundesrepublik und im Ausland!” Die beredte Dokumentation der zentralen Tätigkeiten von 1967 bis 2017 ist in der Festschrift “50 Jahre, 1967 - 2017 Heimatfreunde Grötzingen” nachzulesen. Diashows, musikalische Darbietungen und Sketche, dazu eine Kaffeetafel und ein Abendessen rundeten den ereignisreichen Nachmittag ab. Harald Schwer führte mit Charme und Kenntnis durch die Veranstaltung. Elisabeth Habel und Volker Ebendt warteten zusammen mit Harald Schwer mit amüsanten und nach- denklichen Erinnerungen an vergangene Zeiten im Ort auf, eine Wiedergabe würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Zwei Damen, Marlene und Lena, erfrischten mit einer Pantomime über natürliche Gesichtspflege, Make-Up und angepasste Outfits und der geniale Chor der Grötzinger Heimatfreunde virtuos. Unverzichtbar: das Badnerlied, intoniert von gefühlt einem halben Tausend Stimmen und als besonderes Highlight die Grötzingerin Regina Fischer, Saxophonistin von überregionalem Ruf. Selbst aus Kassel kam ein Gast angereist, extra zur Jubiläumsfeier. Am Abend zum Ausklang, der absolut positive Kulturschock für Grötzingen. Thomas Liebscher, aner- kannter Sprachfachmann aus kurpfälzischen Gefilden nördlich von Grötzingen und Dieter Huthmacher, Pforzheimer Gelbfüßler, Dachtraufschwob mit zahlreichen Auszeichnungen und einer Vergangenheit als Stipendiat der Villa Massimo, gaben Grötzingen gemeinsam die mundartliche, literarische und musikalische Ehre eines genialen Wetterleuchtens regionaler Hochkultur. “Schoppe” mit mehrfacher Bedeutung, Uffschnappsel, Abrissarbeiten am Kalender und ein lied vom ungeliebten Nachbarn Schäufele verblüffte Grötzingen. Alles sehr lebensnah, von hoher künstlerischer Qualität und frei von Strapazen durch muffelnde  Provenzialität: ein Musterbeispiel zeitgemäßer und weltoffener Heimatliebe! “Schon vor zwei Jahren begannen die ersten Vorarbeiten zu dieser Veranstaltung”, sagt Dr. Feige. Harald Schwer organisierte Künstler und künstlerische Beiträge, Christel Volz den gesamten Service und die Dekoration. Zum Jubiläum stellte Simone Dietz nach Sichtung von mehr als 600 historischen Darstellungen aus den Archiven drei Ausstellungen zusammen. Eine ist bis zum 2. Juli in der Galerie der Heimatfreunde zu sehen: “Frühlingserwachen”. Ihr folgt am 9. Juli “Sommerblühen” und vom 17.9. bis 29.11. “Herbstleuchten und Winterzauber”. “Im November ist ein Vorsetz-Abend” geplant und im Dezember gibt es eine weitere Ausstellung zum Ausklang des Jubeljahres mit Spielzeug, passend zum Advent, blickt feige voraus. Ein prall mit Grötzinger Kultur gefülltes Programm zum 50sten, eben das eines “kleinen Kulturamtes”!
                              Fotos: Walter Erhardt
      “FMK-Grötzingen”
Bericht aus dem Mitteilungsblatt “Das Pfinztal” vom 9.5.2017 ,  StS
50 Jahre HfG