Home 50 Jahre HfG Vorstand Vereinsporträt JHV 2018 Heimatbrief Presseber17/18 Neue Räume Ausflüge 2017 Ausflug-Fotos 2017 Wanderwege Pflege Wanderw Impressum Literatur Links
        Heimatfreunde Grötzingen e.V.
© Lorem ipsum dolor 2012
Mitglied Mitgliederinfo Exkursionen und Ausflüge 2017
Ausflug der Heimatfreunde Grötzingen am  11.5.2017 nach Dörrenbach und Weißenburg. Der diesjährige Frühjahrausflug führte uns am 11. Mai 2017 in die Pfalz und in das Elsaß. Da wir weit über 60 Teilnehmer waren, mussten wir für die Fahrt zwei Busse chartern. Wir starteten um 8:30 in Grötzingen. Das erste Ziel des heutigen Tages war die, in einem verträumten Tal bei Bad Bergzabern liegende Ortschaft Dörrenbach. Aufgrund seiner Lage trägt der Ort die Bezeichnung „Dornröschen der Pfalz„. Das Dorf Dörrenbach wurde erstmals 992 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Seltz erwähnt. Der Ort ist somit urkundlich ein Jahr jünger als Grötzingen. Der Ort hatte eine wechselvolle Geschichte und gehörte auch einige Zeit, wie große Teile der Pfalz, zu Frankreich. 1970 wurde Dörrenbach staatlich anerkannter Erholungsort. Wir verließen am Ortsrand die Busse und gingen durch die, mit vielen schönen Fachwerkhäusern geschmückte Hauptstraße zum Rathaus. Hier wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und  je nach Gruppenzugehörigkeit zunächst in das Rathaus und dann in die Wehrkirche geführt. Das Rathaus, eines der schönsten Rathäuser der Pfalz wurde ursprünglich als Verwaltungssitz des Verwalters der Herrschaft Pfalz-Zweibrücken errichtet und war ursprünglich auch als Teil der Wehrkirche in das Verteidigungs- konzept des Dorfes eingebunden. Wir wurden im Rathaus durch das Erdgeschoss und in den Ratssaal im ersten Obergeschoss geführt. Einige Bauteile stammen noch aus der Erbauungszeit in den Jahren 1590/1591.  Die neben dem Rathaus liegende Wehrkirche des Ortes ist noch komplett mit Ummauerung und vier Türmen erhalten. Einer der Türme diente noch lange Zeit als Gefängnis des Ortes. Die ältesten Teile der Kirche stammen aus der Zeit um 1300. Besonders sehenswert sind das frühgotische Rippenkreuzgewölbe und die Wandmalereien im Chorraum, die leider im Jahre 1953 nicht vollständig und auch unsachgemäß restauriert wurden. Die Kirche wird heute als Simultankirche genutzt. Eine der Glocken stammt aus der Zeit um 1330 und ist somit eine der ältesten Glocken der Pfalz. Nach den recht anschaulichen und ausführlichen Führungen gingen wir durch die schöne Hauptstraße zu den Gasthäusern für unsere Mittagspause. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl mussten wir uns heute in zwei Lokalen bewirten lassen. Wir wurden aber sowohl im „Keschtenhäusle“ als auch in der Weinstube „Unter der Linde“ sehr gut bedient und konnten unseren Ausflug gut gestärkt fortsetzen. Die Busse brachten uns über das Weintor in Schweigen nach Weißenburg im Elsaß, unserem heutigen zweiten Ziel. Das Benediktinerkloster Weißenburg war im frühen Mittelalter eines der bedeutendsten Klöster im fränkischen Reich. Für Grötzingen ist es von Bedeutung, da sich in den Kirchenbüchern des Klosters die erste urkundliche Nennung von Grötzingen für das Jahr 991 findet. Das Kloster wurde im 7. Jahrhundert gegründet und hatte nicht nur wirtschaftliche Bedeutung. Ein Meilenstein in der Entwicklung der deutschen Sprache und Literatur bildet das Evangelienbuch, das der Weißenburger Mönch Ottfried von Weißenburg um 860 in fränkischer Sprache verfasst hat.                                                                                   Für die Sprachwissenschaft gilt Ottfried  als Stammvater der deutschen Literatur. Der Niedergang des Klosters begann mit dem so genannten Kirchenraub im Jahre 982.                                                                                                                                 Im Jahre 1524 wurde das Kloster in ein weltliches Kollegialstift umgewandelt. Wir besichtigten heute die Klosterkirche Sankt Peter und Paul. Sie wurde Ende des 13. Jahrhunderts an der Stelle einer romanischen Kirche aus dem 11. Jahrhundert errichtet. Von der Vorgängerkirche ist noch der romanische Glockenturm erhalten. Wir erfuhren einiges über die Geschichte der Kirche, auch dass während der französischen Revolution das  Gebäude beschädigt und einige Ausstattungsstücke irreparabel zerstört wurden.                                                                                          Das Wandbildnis des  heiligen Christopherus ist das größte kirchliche Wandbild in ganz Frankreich. Anschließend besuchten wir noch den Kreuzgang. Er ist das letzte noch erhaltene Bauteil des Klosters. Hier werden  einige Grabtafeln von Äbten des Klosters aufbewahrt. Den Abschluss der Besichtigung bildete der Besuch einer kleinen Kapelle. Damit war der offizielle Teil der Exkursion beendet.                                                                Die Teilnehmer hatten jetzt noch ausreichend Zeit sich die schöne alte Stadt anzuschauen oder den Tag in einem der zahllosen Cafes und Bistros ausklingen zu lassen.  Um 17.15 brachten uns die Busse wieder gut und sicher zurück nach Grötzingen.                                           Johannes Bartl
Heimatfreunde im faszinierenden Ostfriesland, bei Watt, Wind und Wellen! Nicht nur die Aufarbeitung und Bewahrung der Geschichte und Gegenwart der Gemeinde ist ein schönes Ziel, auch Mehrtagesfahrten zu historischen Orten gehören in der Zwischenzeit traditionell zu den Heimatfreunden Grötzingen.                                                                                                                                    Mittlerweile hat sich eine richtige „Fangruppe“ gebildet, die immer wieder an den Reisen teilnimmt.              Der Tradition der Heimatfreunde folgend, begaben sich am Sonntag den 25. Juni, 48 Mitglieder des Vereins auf ihre diesjährige 6 Tagereise.                                                                                                                                Nachdem Regenwolken die große Hitze der vergangenen Tage verdrängt hatten und das Klima sich wieder angenehmer gestaltete, war auch die Vorfreude auf das was kommen wird, recht groß.                                          Um 6 Uhr morgens erwacht das Leben an der Bushaltestelle beim Grötzinger Bahnhof. Pkw´s fahren vor, Leute steigen aus, man hört das Rollen der Reisetrolleys und Koffer. Der Busfahrer verstaut das Gepäck -- und los geht’s.                                                                                                                                                                      Über Darmstadt, Frankfurt, Dortmund ging es steil gen Norden. Nach zügiger Fahrt, nur unterbrochen durch die vorgeschriebenen Pausen für den Fahrer, war man pünktlich zur Mittagszeit beim Wittenbrinks- Hof in Werne angekommen. Nach der  Mittagspause ging die Fahrt Richtung Osnabrück und Oldenburg bis zum Reiseziel Bad Zwischenahn der „Perle des Ammerlandes“ weiter zügig voran und die Gruppe erreichte so gegen 16.00 Uhr  ihr Ziel das 4-Sterne First Class „Nord West Hotel“ in „Bad Zwischenahn“.                               Nachdem die wunderschönen Zimmer bezogen waren blieb bis zum Abendessen noch genügend Zeit und es wurde ein erster kleiner Spaziergang in die Umgebung unternommen.                                                                    Das gemeinsame Abendessen am köstlichen Büffet beschließt den ersten Reisetag und es ist kein Geheimnis, dass auch „Schnaps aus dem Löffel“ dazugehörte.                                                                                     Der zweite Tag begann mit einem Frühstücksbüffet das keine Wünsche offen lies. Die Reisegruppe hatte sich  an den Tagen durch herrliches Essen am Morgen und am Abend richtig verwöhnt gefühlt.                                 An diesem wie auch am folgenden Tag wurde die Gruppe von einer Reiseleiterin begleitet.                                    Die Fahrt mit dem Bus führte durch das Ammerland, Ostfriesland und Friesland. Zuerst ging die Fahrt durch das Ammerland ein Parkparadies und das obwohl das Land ursprünglich Moorland war und noch vor 120 Jahren die Leute völlig isoliert im völlig baumlosen Moor wohnten.                                                                         Heute gibt es hier 500 Baumschulen mit 2500 Beschäftigten. Eine Region mit lebendiger Tradition, in der sich altes Handwerk und uriges Brauchtum erhalten haben: Der Schnaps wird aus Löffeln getrunken und der geräucherte Smoort-Aal mit den Fingern gegessen, aber vor allem wird hier viel Tee getrunken.                                                                                                         Nie in Deutschland hatte einer der Reisegruppe jemals so gepflegte Grundstücke wie hier gesehen, einmalig, penibel.                                                                                                                                                              Weiter ging die Fahrt bis zum Emssperrwerk bei Gandersum eines der modernsten Sperrwerke in Europa. Das 476 Meter lange Bauwerk erfüllt zwei Hauptaufgaben. Zum einen verbessert es den Sturmflutschutz an der Ems und im Leda-Jümme-Gebiet zum zweiten hilft sie der Meyer Werft in Papenburg einen verlässlichen Weg zur Nordsee für ihren Großschiffsbau bereitzustellen und bietet somit die Möglichkeit, die Ems zur Überführung von Schiffen mit einem Tiefgang bis 8,5 Meter anzustauen.                                         Nach der Sperrwerkbesichtigung geht es weiter nach Greetsiel in Ostfriesland. Der Sielort liegt an der Leybucht im westlichen Ostfriesland, er hat rund 2000 Einwohner und blickt auf eine 650 jährige Geschichte zurück. Wer nach Greetsiel kommt ist gefangen vom zauberhaften Anblick eines Puppenstubenortes mit historischen Giebelhäusern aus dem 17. Jahrhundert, dem über 600 Jahre alten Fischerhafen mit seiner beeindruckenden Krabbenkutterflotte, den berühmten Greetsieler Zwillingsmühlen und malerischen Gassen. Ja und dass Greetsiel  "Sonnenschein-Spitzenreiter" mit 1928 Sonnenstunden im Jahre 2016 ist, das hat die Reisegruppe an diesem Tag am eigenen Leib erfahren, die Sonne schien am wolkenlosen Himmel was das Zeug hielt. Nach einer Führung bis zum Hafen, mit entsprechenden Hinweisen zu dem schönen Ort, war es an der Zeit für eine mittägliche Stärkung und da kann hier an der Nordsee nichts besser schmecken als ein schönes frisches Fischbrötchen.                                 Die Rückfahrt ging entlang der Nordseeküste, vorbei an den Ortschaften Norden, Nessmersiel, Dornummersiel über Wittmund zurück nach Bad Zwischenahn.                                                                                                                                                       Am dritten Tag standen die Stadt Leer und die Meyer Werft in Papenburg auf dem Programm.                          Die Stadt Leer hat rund 35.000 Einwohner und  ist  nach Emden und Aurich die drittgrößte Stadt Ostfrieslands.  Durch ihren Seehafen ist die an Ems und Leda gelegene Stadt seit Jahrhunderten vom Handel und der Seefahrt geprägt.                                                                                                                                       Bei einem interessanten Rundgang durch die Leeraner Altstadt erfuhr man vieles über die malerische Hafenstadt. Eine wahre Augenweide ist das im 19. Jh. erbaute Renaissance-Rathaus im Herzen der Stadt.                                                                                                                                                                       Am Nachmittag ging es weiter nach Papenburg zur Meyerwerft dem Geburtsort der Kreuzfahrtschiffe.            Die 1795 gegründete Werft befindet sich heute bereits in sechster Generation in Familienbesitz und zählt zu den erfolgreichsten Werften der Welt. Bei einer Führung durch die Luxusliner-Werft an der  Emsmündung sahen die Heimatfreunde von der Besuchergalerie den Werftarbeitern bei ihrem Tagwerk zu. Emotionale Filme, zahlreiche in Originalgröße geschaffene Exponate und originale Musterkabinen zeigten faszinierende Einblicke in die Welt der Luxusliner. Zum Glück lag nicht nur ein fast fertiges Luxusschiff im überdachten Dock, sondern es wurde gleichzeitig daneben bereits der Nachfolgebau zusammenge- schweißt. Die Dockhalle ist 375 m langen, 125 m breit und 75 m hoch.                                                                           Nach 2 Stunden eindrucksvoller Werksführung war die  Zeit für Rückfahrt zu unserem Hotel gekommen. Am vierten Tag lernten die Heimatfreunde ihren Urlaubsort Bad Zwischenahn besser kennen.                                Aus 19 Bauerschaften setzt sich die schöne Gemeinde Bad Zwischenahn zusammen, die westlich von Oldenburg, im Landkreis Ammerland, am drittgrößten Binnensee Deutschlands dem Zwischenahner Meer liegt. Am Vormittag wurde die Gruppe zum „Park der Gärten“ in der Nähe von Bad Zwischenahn gefahren, wo 2002 die Landesgartenschau stattfand. Der Park ist eine Dauergartenschau und Deutschlands größte Mustergartenanlage im Ortsteil Rostrup der Gemeinde Bad Zwischenahn.                                                                   In dem 14 Hektar großen Park gibt es 43 Themengärten, die durch Hecken in einer Gesamtlänge von 1.170 Metern voneinander abgegrenzt werden. Auf dem Parkgelände sind 945 Solitärbäume  und 2.000 Rhododendronarten gepflanzt, das Wahrzeichen der Region, der hier von Mai bis Juni in allen Farben blüht. Die Vielfalt an Blumen, Sträuchern, Gräsern, Bäume usw. ist fast endlos.                                                         Im Anschluss an die Gartenbesichtigung gab es noch eine Rundfahrt durch die Region mit der „Emma“, so heißt die Bahn die früher als Hummelbahn in Hamburg fuhr. Die Fahrt dauerte ca. 75 Minuten und führte, gespickt mit vielen Erläuterungen, durch diverse Bauerschaften von Bad Zwischenahn.                                        Am Nachmittag stand noch der Besuch einer Aalräucherei auf dem Programm.                                                     Eine Stunde lang erfuhren die Heimatfreunde wie Aale leben, wie aus lebenden Aalen köstliche Delikatessen werden und wie auch anderer Räucherfisch-Spezialitäten entstehen. Der fünfte Tag brachte nochmals zwei Highlights in Bremerhaven. Zum einen die Führung im Deutschen Auswandererhaus, zum anderen eine Hafenrundfahrt mit einer Barkasse.                                                                                                       Im Auswandererhaus erfuhr die Reisegruppe, dass seit 1852 bis heute  mehr als sieben Millionen Auswan- derer von Bremerhaven aus nach Übersee aufbrachen. Wie fühlt es sich an, auszuwandern und die alte Heimat für immer hinter sich zu lassen? Werden sie jemals zurückkehren? Gibt es ein Wiedersehen mit der Familie? Die Heimatfreunde begaben sich auf eine historische Zeitreise und tauchten 2 Stunden lang, inmitten detailgetreuer Rekonstruktionen originaler Orte und Schauplätze, in die Welt der Aus- und Einwanderung ein.                                                                                                                                                  Am Nachmittag gab es dann noch die Hafenrundfahrt durch die Überseehäfen mit einem Glasdachschiff. Bei einer 1,5 stündigen Hafenrundfahrt erlebten die Heimatfreunde hautnah das Hafenleben mit seinen riesigen Schiffen, Autoumschlagplätzen, Docks und Werften bei fachmännischen Erklärungen vom Kapitän. Nach dem  Abendessen bedankte sich Harald Schwer im Namen der Reisegruppe bei der gesamten Belegschaft des Hotels  und beim Busfahrer der Reisegruppe mit einer Geldspende und Gerhard Deininger bedankte sich im Namen der Heimatfreunde bei Helga und Harald Schwer für eine gute Reiseorganisation der beiden.                                                                                                                                                                 Am sechsten Tag hieß es um 9.00 Uhr in der früh wieder Abschied nehmen von einem schönen Fleckchen Deutschlands und von Watt, Wind und Meer.                                                                                            Bei einer stau freien Heimfahrt, etwas erschöpft aber glücklich über die vielen neuen Eindrücke, erreichten die Heimatfreunde um 19 Uhr wieder ihren Heimatort Grötzingen und alle waren der Meinung, dass sie  eine beeindruckende Reise erleben durften, die noch lange in Erinnerung bleiben wird.                                                   H. Schwer Von Grötzingen nach Grötzingen und wieder zurück nach Grötzingen! So lautete das Motto des Ausfluges der Heimatfreunde im Jubiläumsjahr. Hauptsächlich wollten die Heimatfreunde aber die Orte Blaubeuren und Bad Urach näher kennen lernen. Es waren zwei Busse am 14. und ein Bus am 21. September notwendig damit die insgesamt 135 interessierten Mitglieder an dieser Reise teilnehmen konnten. Für die Reiseteilnehmer und die Organisatoren Helga und Harald Schwer hieß das, die erste Fahrt bei schauerlichem Regenwetter in Gummistiefeln  und die zweite Fahrt bei herrlichem Spätsommer- wetter in Sandalen anzutreten. Aber wer die Heimatfreunde kennt der weiß, dass auch das sogenannte „schlechte Wetter“, ihnen ihre gute Laune nicht nehmen kann. Nachdem die Anmeldeliste kontrolliert und alles eingeladen war, starteten die Busse pünktlich um 7.00 Uhr am Morgen in Richtung schwäbische Alb zu ihrem ersten Ziel Blaubeuren.                Nach einer Stärkung mit Brezeln und Weinschorle, bei der ersten Fahrt wegen Regen und Zeitknappheit im Bus, bei der zweiten Fahrt beim Parkplatz Grübingen, erreichte die Reisegruppe pünktlich Blaubeuren wo sie auch gleich von den Stadtführern in Empfang genommen wurden.                                                                                                                                                 Es begann ein Rundgang durch das mittelalterliche Blaubeuren, welches erst vor kurzem zum UNESCO- Weltkulturerbe erklärt wurde. Durch das alte Gerberviertel, das aufgrund des vorbeiführenden Wasserkanals mit seinen vielen Zugangs- Brücken zu Recht die Bezeichnung „Klein Venedig“ trägt, ging es vorbei an schönen Fachwerkhäusern, welche teilweise noch  aus dem 17. Jahrhundert stammen, bis zur spätgotischen Klosteranlage. Wie das Ulmer Münster ist das Kloster bereits seit der Reformation im 16. Jahrhundert evangelisch und zählt mit dem prachtvoll geschnitzten Chorgestühl und dem doppelflügeligen Wandaltar, zu den bedeu- tendsten Kunstwerken der Spätgotik. Die Führung endete schließlich am Blautopf, der mit seinem smaragdgrünen bis türkisblauen Farbton, die Reisegruppe sofort in seinen Bann zog. Aus den Tiefen der schwäbischen Alb entspringt hier die Blau, die gar nicht so weit entfernt, nach einem malerischen Verlauf durch das Blautal, in Ulm in die Donau mündet.                               Gestärkt durch das vorbestellte Mittagessen im Gasthaus Löwen führte der Ausflug weiter nach Bad Urach. Unweit von Blaubeuren entfernt, auf den Lutherischen Bergen, ging die Fahrt durch den kleinen Ort Grötzingen, mit  seinen ca. 300 Einwohnern.                                                                Die Heimatfreunde konnten aus zeitlichen Gründen den Namensvetter ihres Heimatortes nur vom Bus aus und während der Fahrt besichtigen. Pünktlich, wie es der Zeitplan vorgegeben  hatte, wurde Bad Urach erreicht, eine Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen.                                                                                                                                         Hier in Bad Urach stand für die Heimatfreunde eine Führung im Residenzschloss auf dem Programm. Schloss Urach ist das einzig erhaltene Residenzschloss aus der Glanzzeit der Grafschaft Württemberg im späten Mittelalter. Hier residierten die Grafen von Württemberg-Urach am Ende des Mittelalters. Bei der Führung waren interessante Innenräume zu sehen. Die spätgotische Dürnitz im Erdgeschoss, im ersten Obergeschoß der Palmensaal mit der Ahnenprobe des Grafen Eberhard V. von Württemberg sowie der barocke Weiße Saal und im zweiten Obergeschoss der Goldene Saal aus der Renaissance. Ein besonderer Höhepunkt  war die Ausstellung von zweiundzwanzig prachtvoll geschnitzten und vergoldeten Prunkschlitten. Schlittenfahren, das war anno dazumal ein luxuriöses winterliches Vergnügen bei Hofe, das oft in galanten Abenteuern endete. Doch nun wollte man nicht mehr an den Winter denken, sondern noch etwas die spätsommerliche Sonne genießen. So bummelten die Heimatfreunde nach der Schlossbesichtigung gemütlich durch das schöne Städtchen und ließen sich Kaffee, Kuchen oder Eis in einem der schönen Cafés am Marktplatz schmecken. Auf der Heimreise wurden in den Bussen noch einige Liedchen geträllert bis man wie geplant, mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck im heimischen Grötzingen eintraf. Harald Schwer
Sechstagereise vom 25. bis 30. Juni 2017
Ausflüge 2017