
Die Eisheiligen waren vorbei, und so konnten die Heimatfreunde Grötzingen bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein zu ihrem Ausflug in den Schwarzwald aufbrechen.
Unser erstes Ziel war das Kloster St. Peter. Hier bekamen wir eine profunde Führung zur Entstehung und Geschichte des Klosters. Wir erfuhren auch viele interessante Details: Zum Beispiel gab es auf der Kanzel ein Stundenglas, damit der Pfarrer wusste, wann seine Zeit vorbei war. An kirchlichen Hochfesten durfte er das Glas aber einmal umdrehen.
Oder: Das große Altarbild hat einen Wechselrahmen. Das heißt, das Bild wird je nach Kirchenkalender ausgetauscht. Das ist auch heute noch viel Arbeit für den Mesner.
Nach der Kirche ging es in die wunderschöne Rokoko-Bibliothek und den Fürstensaal. Unser Führer erzählte uns von der wechselhaften Geschichte der Bibliothek und der Symbolik der Gemälde und Figuren, die sich alle auf das dort gesammelte Wissen beziehen.
Im Fürstensaal wurden Feste gefeiert, Empfänge gegeben und Politik betrieben.

Nach der Klosterführung brachte uns unser Busfahrer an den Titisee, wo wir uns im Brauhaus „Zur Mühle“ für den Nachmittag stärken konnten.
Auf dem Programm stand eine Schifffahrt mit dem Nachbau einer römischen Galeere namens „Titus“. Zum Glück hatte das Schiff einen Elektroantrieb, und wir mussten nicht selbst rudern. So konnten wir die Sonne, die Berge (Feldberg und Hochfirst) und die Ruhe genießen.
Danach hatten wir noch ausreichend freie Zeit, und jeder konnte nach Belieben bummeln, Souvenirs kaufen, Kaffee trinken oder Eis und Kuchen essen.
Um 19:00 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten und ohne Stau in Grötzingen an. Es war ein schöner Tag!
Text und Fotos: Gisela Ehmann


