Heimatfreunde Grötzingen erlebten den Frühling in Südtirol

Am 12. Mai 2026, um 6.30 Uhr morgens, trafen sich 42 Reiselustige beim Bahnhof Grötzingen zu der diesjährigen Sechstagereise, die sie nach Kiens in Südtirol, in den Frühling und zu der Südtiroler Lebensart führen sollte. Petrus hatte es in diesem Jahr bei der Abfahrt noch nicht gut mit den Heimatfreunden gemeint. Am Himmel sah es düster aus, doch dies sollte sich in den kommenden Tagen ganz schön ändern. Mit dem Reisebus ging die entspannte Fahrt Richtung München und dann weiter an den Tegernsee, wo zum Mittagessen ein Stopp für die fröhlichen, hungrigen und durstigen Heimatfreunde im „Braustüberl Tegernsee“ eingelegt wurde. Begleitet von herrlichen Blicken auf den Achensee, gelangte die Gruppe über die Kanzlerkehre ins Inntal, dann zur Brennerautobahn und schon war es auch nicht mehr weit bis zum Urlaubsort Kiens, wo sich am Spätnachmittag die Sonne blicken ließ.

Das schöne Viersterne-Naturhotel „Pustertalerhof“ war für die nächsten Tage das Domizil der Reisegruppe. Nachdem die erstklassigen Zimmer bezogen waren, blieb bis zum Abendessen noch genügend Zeit, um sich das Hotel mit seinen angebotenen Highlights etwas genauer anzusehen. Um 18.30 Uhr fand das gemeinsame Abendessen statt. Jeden Abend wurden die kleinen und großen Genießer mit kulinarischen Köstlichkeiten überrascht.

Der perfekte Start in den zweiten Tag war das Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offenließ. Die Reisegruppe konnte anschließend gut gelaunt ihre erste Bustour nach Meran, der wohl charmantesten Kurstadt Südtirols, antreten. Meran ist eine kleine, aber sehr feine Kurstadt im Herzen Südtirols. 40.000 Einwohner deutscher und italienischer Muttersprache leben hier und sorgen für einen einzigartigen Mix aus Küche, Kultur, Sprachen und Bräuchen. Mit unserer Reisebegleiterin unternahmen wir einen kleinen Rundgang durch die Altstadt mit ihren historischen Laubengassen und auch entlang der eleganten Kurpromenade an der Passer. 

Nach diesen schönen Eindrücken bei Bilderbuchwetter ging die Fahrt weiter nach Vöran zum Obertimpflerhof, weit weg vom schnellen Leben und umgeben von viel Natur. Bei einer Hofführung konnten wir nicht nur die Bauernhofluft schnuppern, sondern wurden auch anschaulich in den bäuerlichen Alltag mitgenommen. Dabei erfuhren wir allerhand Wissenswertes über die Schweinehaltung im Freien, die lange Aufzucht mit gentechnikfreier Fütterung, die Verarbeitung des Fleisches am Hof, dessen Reifung im Keller und vieles mehr. 

Der dritte Tag sollte der Höhepunkt dieser Südtirol-Tour der Heimatfreunde werden – eine märchenhafte Panoramafahrt durch die Bergwelt der Dolomiten. Alle waren gespannt auf die atemberaubende Landschaft der Dolomiten, bei der hinter jeder Kurve ein noch mächtigeres Bergmassiv zu bestaunen wäre. Doch wo war das schöne Wetter vom Vortag? Düster sah es an diesem Morgen aus, es regnete und warme Kleidung war angesagt. Auf der Fahrt Richtung Toblach begann es zu regnen. Die Wolken hingen in den Bergen und verdeckten die schöne Bergwelt. Es begann zu schneien und von einem Traumwetter konnten wir nur träumen. Eine spektakuläre Kurve folgte der anderen und es ging immer weiter hinauf. Oben auf dem Pordoijoch schneite es ebenfalls, es gab großartige Fotomotive und viel Gelächter über diese Wetterkapriolen. Die Heimatfreunde jedoch nahmen diese Gipfeltour mit viel Humor. Ein großes Dankeschön an unseren Fahrer Alexander von der Firma Friedmann-Reisen: ruhig, sicher und souverän meisterte er jede Situation und brachte nach vorsichtigen Berg- und Talfahrten uns alle wieder wohlbehalten ins traditionsreiche St. Ulrich, wo wir den Tag ausklingen lassen wollten. Doch auch hier war das Wetter nicht besser. So fuhren wir zurück zum Hotel und relaxten im Wellnessbereich, an der Bar oder auf den Zimmern.

Am vierten Tag ging es bei strahlend blauem Himmel nach Bozen an der Südtiroler Weinstraße. Bozen, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, liegt malerisch im Talkessel des Flusses Eisack. Bei einer Stadtführung sahen und erfuhren wir viel Schönes und Interessantes über die Laubengassen und die historischen Mauern. Das Leben pulsiert in der Stadt und ein Hauch von südländischem Ambiente verleiht ihr auch ein besonderes Flair. Am Nachmittag fuhren wir auf der Südtiroler Weinstraße zur Weinkellerei Brigl, wo wir bei einer Führung viel Interessantes über den Südtiroler Weinanbau erfuhren und natürlich auch von den edlen Tropfen kosten durften. Die Fahrt zurück zum Hotel führte über die Weinstraße und am Kalterer See vorbei.

 Am fünften und letzten Tag in Südtirol ging es nach Brixen im Eisacktal, dem heiteren Pfaffenstädtchen. Hier, wo schon die deutschen Kaiser auf dem Weg zur Krönung nach Rom Station machten, wollten auch die Heimatfreunde wissen, was es in der mittelalterlichen Altstadt alles zu entdecken gibt. Bei einer Führung durch die verwinkelten Gassen sahen wir die herrlichen großen und kleinen Lauben, das Sonnentor, die Hofburg und bestaunten die prächtige barocke Domanlage mit dem Kreuzgang und seinen mittelalterlichen Fresken. Am Mittag führte die Fahrt weiter nach Feldthurns zum Buschenschank Glangerhof, einem historischen 600 Jahre alten Bauernhof, 1000 Meter hoch gelegen mit freiem Blick auf die Dolomiten. Ein kleines Museum im Keller zeigte eindrucksvoll die Geschichte des Hofes und beim urigen Törggelen mit Musik war die Stimmung der Heimatfreunde einmal mehr auf dem Höhepunkt.

Am Sonntagmorgen, dem sechsten Tag, hieß es wieder Kofferpacken und zum letzten Mal die Köstlichkeiten des Frühstücksbuffets zu genießen, um einen perfekten Start für die Heimreise zu haben. Pünktlich um 10.00 Uhr starteten wir zur Heimfahrt. Ja, und wie heißt es so schön, „Der Weg ist das Ziel“ und so genossen wir auf der Heimfahrt noch einmal die schönen und abwechslungsreichen Landschaften. Der 1. Vorsitzende der Heimatfreunde, Egon Siegrist, bedankte sich im Namen der Reiseteilnehmer bei Helga und Harald Schwer für die gute Reiseorganisation und so kamen die Heimatfreunde am späten Nachmittag wieder wohlbehalten in Grötzingen an.

Text und Fotos: Harald Schwer

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