„Wer das gemalt hat, der kann malen“
Am Sonntag, 19. April, wurde es eng bei den Heimatfreunden Grötzingen in der Schultheiß-Kiefer-Straße: Zur Eröffnung der Ausstellung „Dieter Mokroß – Immer mit Stift und Pinsel“ drängten sich rund 60 Kunstinteressierte in den beiden Ausstellungsräumen, freut sich der Verein in einer Pressemitteilung.
Geboren 1936 in Gleiwitz, ist der gelernte Theatermaler fest in Grötzingen verwurzelt. Viele seiner Werke spiegeln das wider: Sie zeigenAnsichten aus der Umgebung, sei es in Pastell, Öl oder Aquarell. Viele seiner Werke strahlen eine zeitlose Moderne aus, obwohl das Erschaffungsdatum oft zwischen den 1960er und 1980er Jahren liegt.
Simone Maria Dietz und die Tochter des Künstlers, Martina Mokroß-Rhode, konzipierten die Ausstellung gemeinsam. „Ich hatte die tolle Aufgabe, mit Martina in ihr kleines Archiv zu gehen und zu stöbern und zu schauen, was am wunderbaren riesigen Portfolio der Arbeiten ihres Vaters da ist“, so Dietz bei ihrer Eröffnungsrede. Tatkräftig unterstützt wurden die beiden vom Team der Heimatfreunde.
Der Künstler selbst konnte leider nicht persönlich anwesend sein. Er lebt derzeit in der Nähe seiner Tochter in Bayern und feierte im Februar dieses Jahres bei guter körperlicher Gesundheit seinen 90. Geburtstag. Er sei nach wie vor an Kunst interessiert, sagte seine Tochter und untermalte dies mit einer Anekdote: „Ich war bei meinem Vater und schaute mit ihm seine Skizzenblöcke an. Er meinte plötzlich ganz trocken: ‚Ich weiß zwar nicht, wer das gemalt hat, aber der kann malen'“. Ganz bewusst ist „Dieter Mokroß – Immer mit Stift und Pinsel“ als Erlebnis zum Stöbern, Durchblättern und Anfassen angelegt. Wer für sich ein Lieblingskunstwerk entdeckt, kann es freilich auch erwerben.“
Die Ausstellung ist bis 24. Mai geöffnet, jeweils sonntags 14 bis 18 Uhr.
Durlacher Blatt vom 30.04.2026
Fotos: B. Döhler



